Löschbezirk Eisweiler

Werdegang bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eisweiler

 

Quelle:      

Festzeitschrift: „25 Jahre Freiwillige Feuerwehr Namborn,
Löschbezirk Eisweiler 07. bis 09.Juli 1979

 

Als im Jahre 1926 in der Gemeinde Hofeld-Mauschbach die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beschlossen wurde, schlossen sich die Gemeinden Eisweiler und Pinsweiler an. Es war so üblich, dass Hofeld den Ersten Brandmeister und Eisweiler den Stellvertreter stellten. Bis zum Jahre 1935 war dann der Bergmann Peter Maurer aus Eisweiler der stellvertretende Brandmeister. Nach seinem Rücktritt im Jahre 1935 trat an dessen Stelle Wendel Scheer aus Eisweiler.

 

In den Nachkriegsjahren war das Interesse in den Gemeinden Eisweiler und Pinsweiler nicht mehr all zu groß. Erst in den Jahren 1949-1950 traten wieder einige Kräfte der aktiven Wehr bei. Im Jahre 1952 wurde die Gemeinde Pinsweiler der Freiwilligen Feuerwehr Hirstein eingegliedert. Im Jahre 1953 verhandelten der damalige Oberbrandmeister Albert Haßdenteufel und Ortsbürgermeister Wendel Scheer über die Ausgliederung der Gemeinde Eisweiler aus der Freiwilligen Feuerwehr Hofeld-Mauschbach.

 

Werdegang seit Gründung der Freiw. Feuerwehr Eisweiler

Nach dem Gründungsprotokoll konnte Ortsbürgermeister Wendel Scheer in der Versammlung am 7. März 1954 neben zahlreichen Versammlungsteilnehmern auch Amtsvorsteher Kuhn und die Amtswehrführer Gessner und Schmitt begrüßen.

Nach den vorbereitenden Referaten wurde die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr Eisweiler beschlossen.

30 junge Männer traten sofort dieser gemeinnützigen Einrichtung bei, denn sie hielten es für eine Selbstverständlichkeit einer guten Sache zu dienen.

Zum Wehrführer wurde Karl Rauber, zum Stellvertreter Willi Grinda gewählt.

Es galt nun als erstes, die Erstausstattung einer Feuerwehr durchzuführen. In der Gemeinde Eisweiler, deren Geldmittel für Feuerlöschzwecke seit Jahrzehnten in die gemeinsame Wehr mit der Nachbargemeinde Hofeld-Mauschbach flossen, war an brauchbarem Feuerwehrgerät sozusagen nichts vorhanden. Es bestand aus 50 m alte C-Schlauchleitung, 45 m neue C-Schlauchleitung, 1 Hydrantenstock, 1 Hydrantenschlüssel und 1 Strahlrohr. Im 1. Halbjahr 1954 konnte dann ein Teil der Erstausstattung und der Dienst- und Arbeitsbekleidung beschafft werden. Wehrführer Karl Rauber nahm an einem Lehrgang der Landesfeuerwehrschule teil. Somit waren die materiellen und personellen Voraussetzungen einigermaßen geschaffen, um mit dem Dienstbetrieb zu beginnen. Der Transport der Geräte wurde mit einem Handwagen vorgenommen. Da man für die Unterbringung keinen geeigneten Raum hatte, musste an den Bau eines Gerätehauses gedacht werden.

Am 12.11.1954 beschloß dann die Gemeindevertretung von Eisweiler zur Unterbringung der Feuerwehrgeräte ein Feuerwehrgerätehaus zu erstellen. Im Jahre 1956 wurde der Feuerwehr von der Regierung eine Tragkraftspritze TS 8/8 zur Verfügung gestellt. Das hierzu erforderliche Transportmaterial, ein TS-Anhänger, wurde durch die Gemeinde angeschafft. Mit diesem TSA konnten die TS 8/8 und die Geräte im Mannschaftszug oder mit dem Traktor zur Einsatzsstelle gebracht werden.

Bereits im Jahre 1956 konnten auf Grund ihrer früheren Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Hofeld-Mauschbach bzw. St. Wendel die Kameraden Wendel Scheer, Peter Maurer, Rußer Wendel und Wendel Klein für über 25jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr entsprechend geehrt werden.

Aktive Feuerwehrmitglieder 1979 Eisweiler

Gleichzeitig konnte Amtsvorsteher Kuhn die Bestätigungen von Wendel Klein zum Brandmeister, Willi Grinda zum Oberlöschmeister und stellvertr. Brandmeister und Wendel Rußer zum Löschmeister und Gruppenführer überreichen.

1957 erklärte Wehrführer Karl Rauber, dass er sein Amt wegen Arbeitsüberlastung – gleichzeitig Bürgermeister der Gemeinde – niederlege und beantragte Neuwahl. In der Hauptversammlung vom 3.2.1957 wurde dann der bisherige stellvertretende Wehrführer Willi Grinda zum Wehrführer und als dessen Stellvertreter Wendel Rußer gewählt.

Mit Willi Grinda, dem bereits im Jahre 1940 die Befähigung zum Führen eines Halblöschzuges zuerkannt worden war, erhielt die Freiwillige Feuerwehr wieder einen geeigneten und pflichtbewussten Wehrführer. In seiner Amtszeit konnte das neuerstellte Feuerwehrgerätehaus eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Dies wurde im Rahmen eines kleinen Festes gebührend gefeiert.

Im Jahre 1964 stellt Willi Grinda sein Amt zur Verfügung. Nachfolger waren dann jeweils für relativ kurze Zeit die Feuerwehrkameraden Ammann Ludwig und Born August. In der Hauptversammlung am 3.1.1965 erklärte August Born seinen Rücktritt und Austritt aus der Feuerwehr. Es musste abermals ein neuer Wehrführer gewählt werden. Unter Leitung des stellvertretenden Wehrführers Rußer Wendel wurde Endres Clemens einstimmig von der Versammlung zum Wehrführer gewählt. Stellvertreter wurde Willi Grinda.

Gründungsmitglieder, Altersabteilung Feuerwehr Eisweiler

Zum dritten Male in zwei Jahren wurde somit in Eisweiler ein neuer Wehrführer gewählt. Amtswehrführer Toni Wolf überreichte dem neuen Wehrführer am 7.2.1965 die Ernennungsurkunde. Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass damit eine Zeit der Unstetigkeit in der Eisweiler Wehr ein Ende nehmen möge.

Die in Endres Clemens gesetzten Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Wegen seiner besonderen Zuneigung zur Jugend konnte in seiner Zeit der aktive Personalbestand von 13 auf 20 Feuerwehrmänner aufgestockt werden. Auch in materieller Hinsicht gab es einen deutlichen Aufschwung. Eisweiler verfügte wieder über eine schlagkräftige und einsatzfähige Feuerwehr.

Infolge Verheiratung und Umzug nach Hofeld musste Brandmeister Endres im Jahre 1969 sein Amt zur Verfügung stellen.

 

In der Hauptversammlung vom 19.1.1969 wurde Hans-Dieter Rauber zum neuen Wehrführer und Willi Grinda zu dessen Stellvertreter gewählt.

Es galt, das übernommene Amt fortzuführen und auszubauen. So konnte dann in den nächsten Jahren die verschiedensten Geräte und Ausrüstungsgegenstände ergänzt und neu angeschafft werden. Weitere junge Männer fanden den Weg zur Feuerwehr. Im Jahre 1971 konnte dann die Gemeinde der Feuerwehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug – wenn auch gebraucht – zur Verfügung stellen. Durch diese Neuanschaffung waren die Voraussetzungen einer guten und schlagkräftigen Wehr gegeben. Im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform wurden die bisherigen Feuerwehren aufgelöst. Es wurden in den einzelnen Ortsteilen Löschbezirke gebildet, die in einer Gemeindefeuerwehr zusammengefasst und einem Gemeindewehrführer unterstellt wurden. Die einzelnen Löschbezirke werden von dem jeweiligen Löschbezirksführer und dessen Stellvertreter geführt.

In der Hauptversammlung vom 25.1.1976 wurde Bm Hans-Dieter Rauber erneut zum Löschbezirksführer gewählt. Sein Stellvertreter Olm Willi Grinda stellte sein Amt zur Verfügung, um einem jüngeren Feuerwehrmann seinen Platz zur Verfügung zu stellen.

Herr Bürgermeister Sartorius, Wehrführer Rudi Gerhart und Löschbezirksführer Rauber würdigten die Verdienste von Olm Willi Grinda – einem verdienstvollen Feuerwehrmann -. Ihm wurde ein Geschenk und eine Urkunde anlässlich seiner 25jährigen Dienstzeit überreicht. Das silberne Feuerwehrehrenabzeichen war ihm bereits kurze Zeit vorher verliehen worden.

Zum Stellvertreter in dieser Versammlung wurde Feuerwehrkamerad Manfred Klein gewählt. Bm Rauber und Olm Klein stehen auch heute noch dem Löschbezirk Eisweiler als Führungsspitze vor.

Der Löschbezirk Eisweiler kann heute mit seiner Ausrüstung zufrieden sein denn sie dürfte den Anforderungen – entsprechend den örtlichen Verhältnissen genügen. An dieser Stelle möchte sich der Löschbezirk Eisweiler bei allen bedanken, die sich tatkräftig und uneigennützig im und für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt haben.

Ein besonderer Dank gilt hier den früheren Gemeindevertretungen der selbständigen Gemeinde Eisweiler, dem Herrn Amtsvorsteher a. D. Kuhn und den Mitgliedern seines früheren Amtsrates, den ehemaligen Amtswehrführern Schmitt, Gessner und Wolf, Herrn Bürgermeister Sartorius mit der heutigen Gemeindevertretung der Großgemeinde Namborn und Herrn Ortsvorsteher Schmitt mit den Mitgliedern des Ortsrates des Ortsteiles Eisweiler-Pinsweiler, die stets für die Belange der Freiwilligen Feuerwehr eingetreten sind und sie nach besten Kräften unterstützt haben.

Es ist uns weiterhin eine Verpflichtung, dem jeweiligen Herrn Landrat, dem Herrn Kreisbrandmeister a. D. Dämmgen, Herrn Kreisbrandinspekteur Peter Klein und dem Herrn Wehrführer Rudi Gerhart für ihre stetige Unterstützung recht herzlich Dank zu sagen.

Aktive Wehrmänner

Alles Thomas, Fm                            Müller Rudolf, Ofm

Ammann Ludwig, Hfm                 Naumann Benno, Lm

Friedl Manfred, Fm                        Petri Engelbert, Fm

Fritz Artur, Ofm                               Petri Hans-Albert, Fm

Grinda Willi, Olm                            Rauber Gerhard, Ofm

Klein Joachim, Fm                          Rauber Hans-Dieter, Bm

Klein Manfred, Olm                       Rauber Manfred, Lm

Klein Werner, Hfm                        Scheer Norbert, Fm

Kreutz Reiner, Ofm                        Schmitt Erich, Olm

Leidinger Bernhard, Ofm            Simon Herbert, Fm

Leidinger Helmut, Lm                    Stauder Thomas, Ofm

Maurer Peter, Hfm                          Stephan Paul, Fm

Marx Jürgen, Fm                              Thienes Karl-Josef, Fm

 

Altersabteilung

Alois Kaub
Jakob Rauber
Karl Rauber

Fördernde Mitglieder

Endres Hubert
Kreutz Willi
Leidinger Reinhold
Petri Alfred
Scherer Otto
Schumacher Edmund
Weber Manfred
Zöhler Werner

Eisweiler Feuerwehr Alarmübung etwa 1970

 

 

Hofeld-Mauschbach/Eisweiler/Roschberg/Furschweiler

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